Das Mediennetzwerk.NRW hat gemeinsam mit der TH Köln ihre umfassende Studie zur innovativen Cross-Reality-Branche und ihren Akteuren in Nordrhein-Westfalen in 2019 fortgesetzt. Der Digital Hub Cologne unterstützt die neue Studie, um den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen und insbesondere den Mittelstand der Region nachhaltig voran zu bringen.

Cross Reality (XR) etabliert sich in der Öffentlichkeit

Die neuen Ergebnisse der Studie „XR in NRW – Potenziale und Bedarfe der nordrhein-westfälischen Virtual-, Mixed- und Augmented-Reality-Branche“ wurden jetzt veröffentlicht. Der Fokus lag auf der Betrachtung der Struktur und der Entwicklung dieser noch jungen, dynamisch Branche. Dabei zeigte sich, dass die Techniken rundum Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) in der Öffentlichkeit zunehmend an Interesse gewinnen. Die Anwendungen der XR-Technologien erreicht zunehmend größerer Zielgruppen sowohl im B2B- als auch B2C-Bereich. Für die Studie wurden 134 XR-Unternehmen und -Akteure in Nordrhein-Westfalen ermittelt. Ein Großteil ist dabei im Rheinland aktiv.

Die positiven Entwicklungen resultieren dabei aus der Qualität der XR-Entwickler und der zunehmenden Offenheit der Unternehmen gegenüber den neuen Technologien. Dies unterstützt den Ausbau der Anwendungsfälle von AR, VR und MR von einmaligen Showcases hin zu nachhaltigen Wertschöpfungen im produktiven Regelbetrieb.

Vielfältige Einsatzgebiete von Cross Reality (XR)

Die neuen Technologien werden zunehmend für eine Vielzahl an Einsatzgebiet genutzt. Sie halten Einzug in Industrie, Kreation und Entertainment: mit 360-Grad-Videos und VR-Games, beim Produktdesign, als Hilfe bei Orientierung im Raum, für Trainingssimulationen und virtuelle Konferenzen. Unternehmen erwarten das größte Potenzial in den Bereichen Training (80 Prozent) und
Fertigung/Wartung/Service (67 Prozent) sowie Design/Simulation (60 Prozent). Gefolgt werden diese Bereiche von Informations- und Entertainment-Anwendungen. Hingegen gehen die Unternehmen in den Bereichen der Unterstützungssysteme (z. B. Wayfinding) aktuell von einer Stagnation oder einem Rückgang aus. Ebenso hat die Bedeutung von Produktpräsentationen gegenüber der Vorstudie deutlich abgenommen.

Die Branche fokussiert sich damit zunehmend auf nachhaltige Wertschöpfungsbeziehungen. Ein Großteil der Aufträge (42 Prozent) waren Showcases, die restlichen Anwendungen wurden für den produktiven Regelbetrieb konzipiert. Ein Blick auf die Kunden- und Erlösstruktur zeigt dabei, dass XR-Unternehmen vor allem für die folgenden Branchen arbeiten:

  • Medien/Information/Kommunikation (71 Prozent),
  • Verarbeitendes Gewerbe (64 Prozent),
  • Wissenschaft/Forschung (36 Prozent),
  • Kunst/Architektur (24 Prozent) sowie
  • Handel (24 Prozent) und Telekommunikation (24 Prozent)

Somit zeichnet sich eine Relevanz für den B2B- Bereich ab. Rund die Hälfte der Unternehmen (49 Prozent) konnten mit XR-Anwendungen Umsätze von bis zu 100.000 € erwirtschaften.

Unternehmen mit neuen Technologien unterstützen

Der Digital Hub Cologne hat das Potenzial dieser XR-Techniken bereits frühzeitig erkannt. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass in diesem Bereich noch viel Aufklärungsbedarf besteht, da VR, AR und 360°-Technologien oftmals noch erklärungsbedürftig sind. Immerhin gaben über die Hälfte der Unternehmen einen hohen Erklärungsbedarf der Produkte gegenüber den Kunden als Hindernis für die Geschäftsentwicklung an. Weitere Hürden sind den Unternehmen nach die fehlende Nachfrage (34 Prozent), rechtliche Risiken (11 Prozent) sowie ein hoher Wettbewerbsdruck (18 Prozent).

Handlungsbedarf sehen die Unternehmen bei Fragen rund um die finanzielle Förderung von XR-Produktionen von öffentlicher Seite, den Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung sowie der Bekanntheit des Standortes als XR-Sitz. Besonders positiv auf die Entwicklung von Unternehmen wirkt sich die gute Verkehrsanbindung, das Freizeit- und Kulturangebot sowie die räumliche Nähe zu den relevanten Akteuren der Kreativ und Medienwirtschaft, der Digitalwirtschaft und den B2B-Kunden im Rheinland aus.

Insgesamt betrachtet wird die Stimmung in der XR-Branche positiv eingeschätzt. Die Unternehmen gehen davon aus, dass sich die positive Entwicklung in den nächsten 12 Monaten fortsetzen wird. Erfreulich ist, dass die Unternehmen Deutschland als XR-Standort eine zunehmende internationale Bedeutung beimessen.

Der Digital Hub Cologne schließt sich der Forderung an, dass eine Bekanntmachung von Nordrhein-Westfalen als relevantem Standort für XR eine sinnvolle Unterstützungsmaßnahme bildet, zumal die befragten Firmen bei diesem Punkt den größten Optimierungsbedarf sehen. Unser Team bietet individuelle Business Workshops für mittelständische Unternehmen an und vermittelt direkt vor Ort seine vielfältigen Erfahrungen. Dadurch können die Firmen langfristig von dem Wissenstransfer profitieren und insbesondere den Wirtschaftsstandort Köln/Rheinland perspektivisch stärken.

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