Welche Technologien und welche Innovationen bietet das Startup-Ökosystem dem Mittelstand und der Industrie? Dieser Frage gehen wir in der Themenreihe unserer Gründer-Interviews nach, für die der Digital Hub Cologne mit Gründern und Gründerinnen aus der Region in jeweils drei kurzen Fragen spricht. Die Interviews werden exklusiv in unserem Newsletter zuerst veröffentlicht, bevor sie etwas später auf unserer Website gezeigt werden. Wer immer das neueste Interview lesen möchte, kann sich hier für unseren Newsletter anmelden.

In unserer Interviewreihe mit Gründerinnen und Gründern der Region Köln stellen wir heute das Startup „raumgeben“ mit den Gründerinnen Marie-Feline Dienberg und Agnes Dyszlewski vor. Das Team setzt den Fokus auf den Menschen in Unternehmen, um Fluktuation, Fehlzeiten, mangelnde Motivation oder gestörte Arbeitsprozesse zu reduzieren.

Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?

Wir hatten beide unabhängig voneinander die Vision miteinander zu arbeiten. raumgeben entstand auf der Basis unserer Mindsets. Es folgte ein Prozess von zwei Jahren intensivem Austausch und gemeinsamer Arbeit. Mit raumgeben haben wir unser psychologisches Fachwissen und unsere beruflichen Erfahrungen umgesetzt, um im Arbeitskontext den Menschen in den Fokus zu stellen. Wir glauben, dass die Zeit gekommen ist, sich im Arbeitskontext von Mensch zu Mensch und nicht nur von Rolle zu Rolle zu begegnen. Dazu braucht es mehr Kommunikation, Achtsamkeit und Raum für Konfliktlösung. Wir sind beide ausgebildete Mediatorinnen und möchten mit unserer Arbeit einen Beitrag zu Begegnung und einem Miteinander leisten, was gerade in der aktuellen Zeit eine große Herausforderung für Teams ist.

Welchen Vorteil bietet Ihr für Unternehmen?

Unser Fokus liegt auf den Menschen in Organisationen und deren Wohlbefinden. Gelöste Konflikte, eine gelingende Kommunikations- und Feedbackkultur ermöglichen Menschen mehr Wohlbefinden. Diese Perspektive bietet auch aus Unternehmenssicht große Mehrwerte. Organisationen können mit raumgeben sogenannte Konfliktkosten reduzieren, die beispielsweise durch Fluktuation, Fehlzeiten, mangelnde Motivation und Störungen in Arbeitsprozessen entstehen. Als zwei Menschen, die von außen kommen, schaffen wir mittels präventiver und interventiver Mediation einen strukturierten Prozess, indem Konflikte vorgebeugt und gelöst werden. Ein Vorteil von Team-Mediation ist, dass Veränderungen des Systems „Team“ als Ganzes angestoßen werden – und nicht nur punktuell einzelne Teammitglieder adressiert sind. Das führt zu weniger Stress durch negative Emotionen, wie Angst und Ärger und ermöglicht mehr Raum für Kooperation und Kreativität. Ein nachhaltiger Mehrwert ist, dass Teams den virtuellen Raum immer mit konkreten Vereinbarungen verlassen.

Welche nächsten Schritte plant Ihr?

Wir planen eine Erweiterung unseres Angebots um Vorträge zu den Themen Mediation, Achtsamkeit und Konflikte sowie Sprache und Konfliktlösung. Damit möchten wir das Verfahren der Mediation bekannter machen. Unser Ziel ist es so viele Menschen wie möglich über unser Angebot zu informieren. Besonders auch Startups, in denen sich neue Teams zusammenfinden, wobei eine Rollenklärung sehr hilfreich ist. Dafür treten wir in Kontakt mit Organisationen, Netzwerken, Einzelpersonen und bespielen die sozialen Medien, um über raumgeben zu informieren. Also spread the word!

Weitere Informationen zum Startup finden Sie unter: raumgeben.de