Ein Unternehmenskonsortium aus Köln arbeitet derzeit an dem sogenannten „Digitalen Corona Gesundheitszertifikat“. Das Ziel ist, eine App für das Handy zu entwickeln, erklärt Ines Manegold, Geschäftsführerin von Digital Health Germany e.V., in dem der Digital Hub Cologne assoziiertes Mitglied ist. Das Zertifikat soll nicht nur dem Gesundheitswesen, sondern auch der gesamten Wirtschaft aus der Krise verhelfen.

In Zeiten von Covid-19 läuft das Gesundheitswesen auf Hochtouren und die Wirtschaft sowie das soziale Leben leiden. Die Unsicherheit, ob Mitarbeiter, Personen, mit denen man im Alltag Kontakt hat oder man selbst infiziert ist, ist hoch, da die Krankheit häufig ohne erkennbare Symptomatiken einhergeht. Die Kölner Unternehmen Ubirch, Uniklinik Köln, Gesundheitsamt Köln, Labor Dr. Wisplinghoff, Healex und m.Doc sind Teil des Konsortiums und arbeiten an einer nachhaltigen Lösung im Umgang mit dem Virus. Die Lösung dieser Probleme soll eine App mit einem personalisierten und verschlüsselten Gesundheitszertifikat sein, sozusagen wie ein „digitaler Corona-Impfpass“.

Personen sollen mit Hilfe des „digitalen Corona-Impfpasses“ nachweisen können, dass sie auf Covid-19 getestet wurden und auch weiterhin an Tests teilnehmen werden. In der App wird der eigene „Corona-Status“ getesteter Personen mit Hilfe einer übersichtlichen Gestaltung hinterlegt und ist jeder Zeit abrufbar. Auf freiwilliger Basis kann der Patient seinen Pass für private Zwecke, beruflich oder auch für das Gesundheitsamt zur Verfügung stellen. Somit könnten Verwandte ihre Angehörigen in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen usw., nach Vorlage des Zertifikats besuchen können. Mitarbeiter können ihren Vorgesetzten zeigen, dass sie immun gegen den Virus sind und auch das soziale, öffentliche Leben könnte langsam zurückkehren.

„Ein verlässlicher Corona-Status wird in den nächsten Monaten ein ganz entscheidendes Merkmal sein, um wieder zu mehr Normalität zurückkehren zu können. Wir glauben, dass unsere gemeinsame Lösung dazu einen wesentlichen Beitrag leisten kann – vor allem, weil sie sich explizit auch an die Wirtschaft richtet, und nicht nur an den Gesundheitssektor“, sagt Stephan Noller, CEO von Ubirch.

Die persönlichen Gesundheitsdaten sollen in einer Blockchain verankert werden, sodass nur die Inhaberin oder der Inhaber des Zertifikates die Inhalte öffnen kann. Auch der Datenschutz spielt hierbei eine wichtige Rolle und soll durch spezielle Technologien gewährleistet werden.

Weitere Infomationen zu dem Projekt stehen unter corona-gesundheitszertifikat.de bereit.
Foto: Ubirch

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