Am vergangenen Freitag trafen sich über 500 Teilnehmer beim 3. NKF Summit in der Düsseldorfer Classic Remise. Schon der Veranstaltungsort lässt Männeraugen leuchten und sicher auch die vieler Oldtimer-begeisterter Frauen. Doch was hat es mit dem NKF Summit auf sich und wo verbirgt sich das Potenzial solcher Netzwerk-Konferenzen für das Rheinland?

Ein Berliner Verlag macht sich auf ins Rheinland

Hinter der Veranstaltung steht genau der Verlag, der sich z.B. hinter dem Schlagwort #Startupenthusiasten verbirgt. Ein Verlag, der unter anderem die Magazine „Berlin Valley“ und „The Hundert“ herausbringt – gedruckte und digitale Formate, die sich mit Startups beschäftigen. Zwar liegt der Schwerpunkt leider bisher eher auf der Berliner Startup Szene, doch mit einzelnen Sonderveröffentlichungen zeigt der NKF-Verlag, dass sich auch hinter den einzelnen Ökosystemen des Rheinlands sehr viel Potenzial verbirgt.

Ein Plus an haptischer Vernetzung erzeugt das gleichnamige Konferenzformat „NFK-Summit“ in seiner dritten Ausgabe, der durchaus der Erwartung gerecht wurde. Es wirkte wie ein kompaktes Gipfeltreffen, auf dem das Who-is-Who des digitalen Startup-Ökosystems anzutreffen war. Vielleicht fehlten auf einen ersten subjektiven Eindruck hin die einen oder anderen der kleineren und mittleren etablierten Unternehmen. Denn als sogenannte „Corporates“ gaben sich hier die schon großen Unternehmen wie Henkel, Porsche & Co. auf der Bühne die Ehre.

Aber im Vorfeld war versprochen, dass der NKF Summit einen Crashkurs der Digitalisierung gibt – mit Erläuterungen anhand von erfolgreichen Beispielen aus dem unternehmerischen Alltag. Das Versprechen wurde in den Vorträgen gehalten, die in einem eng getakteten Programm auf zwei Bühnen die Teilnehmer begeisterten. Allgemeinere Themen fanden auf der Hauptbühne statt, tiefergehende Beiträge auf dem sogenannten „Deeper Stage“ – immer unter dem Motto #CorporatesMeetStartups. Für Neulinge auf dem Gebiet mag dies bestimmt einen überwältigenden Eindruck liefern, der bei den Teilnehmern hoffentlich für mehr Neugierde als Abschreckung gesorgt hat.

 

Was war beim NKF Summit gut?

Die hochkarätige Rednerauswahl überzeugte auf und neben der Bühne des NKF Summit. Besonders gut waren die Redner und Rednerinnen, die zwischendurch auch mal die Basisbegriffe umschreiben konnten oder deutsche Begriffe genutzt haben. Accelerator, Incubator, IoT, AI, Hackathon, BarCamp – da schwirrt manchem Noch-Nicht-Insider schnell der Kopf und viele Mittelständler außerhalb der digitalen Filterblase müssen zuerst abgeholt werden, bevor sie mit Fachbegriffen und Buzzword-Bingo überrascht werden.

Die tolle Atmosphäre zwischen den Oldtimern lieferte auch den nicht so im Smalltalk geübten Teilnehmern schöne Gesprächseinstiege. So überzeugte die damit verbundene Ungezwungenheit der Veranstaltung. Vor allem aber auch betonte die Keynote und den Hinweis von Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Startups e.V., dass Startups auch ihren Umsatz im Blick haben sollten. Das grundlegende unternehmerische Ziel sollte nicht (nur) der Verkaufswert an größere Unternehmen und Investoren sein.

 

Wo verbirgt sich noch das Potenzial?

Bei der Frage nach der Perspektive eines solchen Veranstaltungsformats man muss ehrlich sein: Warum scheuen sich manche Startups mit anderen Startups zu sprechen? Bei den vielen innovativen Ideen, die sich in manchen Fällen ähneln, fragt man sich unweigerlich, was passieren würde, wenn sich diese zwei Gründer zusammentäten. Würden sie mit ihrer kombinierten Business Idee förmlich abfliegen?

Erfolgsgeschichten konnte man viele sehen. Aus Köln sind diese jedoch noch rar gesät. Für das Umland der Kölner Region helfen lokale Best-Practise-Beispiele, die jedem Mittelständler in die Hand gedrückt aufzeigen, was es mit der Digitalisierung und dem Potenzial der Startups auf sich hat. Ans Herz legen wollen wir genau diese Erfolgsgeschichten, die mit einer guten Geschichte dadurch im Gedächtnis verweilen und nicht gleich wieder aus dem Sinn sind, als wenn man einen Link oder ein Post im Internet schnell durchliest.

 

Wohin geht die digitale Reise?

Jeder Unternehmer aus Köln und Umgebung, der stolz ist, was er oder sie schon im Bereich der Digitalisierung geschafft hat, soll sich bei uns im Digital Hub Cologne melden. Und jeder Unternehmer, der die Digitalisierung in Angriff nehmen möchte und sein Unternehmen digital gestalten will, soll sich auch bei uns melden. Wir packen gemeinsam an und machen unsere Region und damit den Wirtschaftsstandort des Rheinlands stark.

Gemäß unserem Auftrag vom Land Nordrhein-Westfalen und von unseren Gesellschaftern der Stadt Köln, der IHK Köln und der Universität Köln liegt es an uns allen, die Potenziale unserer Netzwerke zu nutzen und Unternehmen auf Augenhöhe beim Thema Digitalisierung zu vernetzen. Damit meinen wir alle Unternehmer – egal ob etabliert oder neu, jung oder alt, digital erfahren oder nicht.

Nicht nur NRW, Deutschland und Europa sollen erkennen, was hier im Rheinland los ist. Junge und alte digital-affine Arbeitskräfte sollen sehen, was für interessante Arbeitgeber wir hier haben. Das digitale Ökosystem im Rheinland muss mehr für sich trommeln.

Danke an NKF Media für diese initiale Druckbetankung durch den NKF Summit, mit deren Unterstützung wir unsere Arbeit vorantreiben werden! Vielleicht sehen wir uns beim nächsten Mal in Köln?

 

 

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