Welche Technologien und welche Innovationen bietet das Startup-Ökosystem dem Mittelstand und der Industrie? Dieser Frage gehen wir in der Themenreihe unserer Gründer-Interviews nach, für die der Digital Hub Cologne mit Gründern und Gründerinnen aus der Region in jeweils drei kurzen Fragen spricht. Die Interviews werden exklusiv in unserem Newsletter zuerst veröffentlicht, bevor sie etwas später auf unserer Website gezeigt werden. Wer immer das neueste Interview lesen möchte, kann sich hier für unseren Newsletter anmelden.

In unserer Interviewreihe mit Gründerinnen und Gründern der Region Köln stellen wir heute das Startup „Co-Leader“ vor. Das Startup entwickelt ein Tool zur Unterstützung für Führungskräfte. Mit digitalen Managementprozessen sollen alltägliche Aufgaben gut gemeistert werden und mit personalisierten Trainings werden Kompetenzen aufgebaut sodass das Team sicher und erfolgreich geführt werden kann. 

Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?

Philipp Spiekermann: Wir haben vor der Gründung von Co-Leader an unterschiedlichsten Stellen beobachtet, wie wenig Führungskräfte auf ihre anspruchsvolle Rolle vorbereitet werden. Dabei verantworten sie extrem vielfältige und wichtige Aufgabenbereiche – von der Arbeitsplanung, über die Mitarbeiterentwicklung bis hin zur Lösung von Konflikten zwischen Beschäftigten. Dass man solche Aufgaben ohne fundierte Ausbildung übertragen bekommt, überrascht uns bis heute. Und die Konsequenzen fehlender Qualifikationen spüren alle Beteiligten: Unternehmen schöpfen ihre Möglichkeiten nicht aus oder verlieren sogar Angestellte, Beschäftigte leiden unter ihren Chefs und die Führungskräfte selbst fühlen sich häufig unsicher.

Florian Abel: Bei bestehenden Angeboten zur Führungskräfteentwicklung bleibt der nachhaltige Lernerfolg häufig aus. Das bei einmaligen Trainings erworbene Wissen ist in kürzester Zeit wieder vergessen und findet im Arbeitsalltag kaum Anknüpfungspunkte und Anwendung. Durch das vorherrschende Gießkannenprinzip in der Vermittlung von Inhalten, werden Teilnehmende meist nicht gut bei ihren individuellen Problemen und Herausforderungen abgeholt, was zu großer Zeitverschwendung und Demotivation bei den Führungskräften führt. Die weiterhin fehlende Integration des Trainings in den Arbeitsalltag schmälert außerdem erheblich die Praxistauglichkeit und den langfristigen Kompetenzerwerb. Da möchten wir mit Co-Leader eine bessere Lösung anbieten.

Welchen Vorteil bietet Ihr für Unternehmen?

Florian Abel: Uns liegen Erfolg und Zufriedenheit von Führungskräften und ihren Teams enorm am Herzen. Jeder von uns hat bereits Erfahrung mit einem überforderten Vorgesetzten gemacht und gleichzeitig verstehen wir auch die herausfordernden Facetten der Mitarbeiterführung. Am Ende des Tages möchte doch jeder sein Bestes geben. Häufig mangelt es aber einfach an Strukturen und Kompetenzen, um den Ansprüchen gerecht zu werden. Deswegen helfen wir Führungskräften mit digitalen Managementprozessen ihre alltäglichen Aufgaben gut zu meistern und bauen parallel mit personalisierten Trainings Kompetenzen auf, um erfolgreich und sicher zu führen. Auf Basis kurzer Befragungen und dem Nutzungsverhalten innerhalb unserer Tools ermitteln wir die individuellen Stärken und Entwicklungspotenziale unserer Nutzer. So können wir gezielt personalisierte Lerninhalte ausspielen, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen. Außerdem können sich Führungskräfte mit den für sie relevanten Inhalten beschäftigen und diese direkt im Alltag anwenden. Und das ohne lange Abwesenheitszeiten in Kauf nehmen zu müssen. Um den nachhaltigen Lernerfolg zu gewährleisten, werden Co-Leaders Lerneinheiten von ca. 15-20 Minuten kontinuierlich an den passenden Stellen ausgespielt und direkt im Job angewendet.

Philipp Spiekermann: Um Manager in der Mitarbeiterführung zu unterstützen, bieten wir zusätzlich Softwaretools an. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass gute Managementprozesse und Tools bestehende Führungsfertigkeiten deutlich verstärken können. Ein Beispiel hierfür ist unsere Software zur Dokumentation von Mitarbeiterfeedback. Führungskräfte können damit ihre Beobachtungen zu einzelnen Beschäftigten festhalten und nach Kompetenzfeldern aufgeteilt verwalten. Auf diese Weise behalten Führungskräfte den Überblick, Feedbackgespräche gewinnen deutlich an Substanz und die Mitarbeiterentwicklung kann zielgerichteter stattfinden. Zugleich gibt der in der Software integrierte Feedbackprozess den Führungskräften Orientierung.

Welche nächsten Schritte plant Ihr?

Philipp Spiekermann: Für uns heißt es in den kommenden Monaten deutlich zu wachsen und unser Produkt fortlaufend weiterzuentwickeln. Wir werden bei Co-Leader unser Trainingsangebot für Führungskräfte ausweiten und zugleich weitere Managertools auf den Markt bringen. Ganz wichtig ist für uns auch, unser Team mit neuen Talenten in den Bereichen Produkt, Technologie, Training Creation sowie Business Development auszubauen. Im Herbst planen wir zudem unsere erste Finanzierungsrunde. So machen wir uns auf den Weg, Führungskräfte tagtäglich in Ihrer Rolle zu unterstützen.

Weitere Informationen zu dem Startup finden Sie unter: www.co-leader.com

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