Welche Technologien und welche Innovationen bietet das Startup-Ökosystem dem Mittelstand und der Industrie? Dieser Frage gehen wir in der Themenreihe unserer Gründer-Interviews nach, für die der Digital Hub Cologne mit Gründern und Gründerinnen aus der Region in jeweils drei kurzen Fragen spricht. Die Interviews werden exklusiv in unserem Newsletter zuerst veröffentlicht, bevor sie etwas später auf unserer Website gezeigt werden. Wer immer das neueste Interview lesen möchte, kann sich hier für unseren Newsletter anmelden.

In unserer Interviewreihe stellen wir heute „BotReach“ mit Gründer und Geschäftsführer Philipp Reinking vor. Das Startup bietet ein interaktives Umfrage-Tool, für eine höhere Teilnehmerquote bei Umfragen.

Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?
Philipp Reinking: Es war so gegen Ende 2017, da habe ich mich sehr intensiv mit Projekten anderer Menschen beschäftigt. Mich interessierte damals vor allem dieses ganz spezielle Mindset von Menschen, die sich nebenberuflich mit sogenannten „Sideprojects“ ein eigenes Standbein aufgebaut haben. Das hat mich schon sehr beeindruckt, was da teilweise auf die Beine gestellt wurde. Einer dieser Leute hatte mich ganz speziell um Feedback zu einer Idee gebeten. Es war ein Umfrage-Tool das allein durch die Handhabung unheimlich viel Spaß gemacht hat, da es mehr an eine Unterhaltung in einem Chat erinnert hat, als an ein langweiliges Umfrage Formular. Ich war wirklich fasziniert davon und habe mich danach immer intensiver mit dem Thema beschäftigt. Davon inspiriert sind mir viele Ideen gekommen, wie man dieses Format in ein Produkt bringen kann. Ich begann also mit der Umsetzung eines Prototyps und damit war BotReach ins Leben gerufen.

Welchen Vorteil bietet Ihr für Unternehmen?
Philipp Reinking: Jeder der schon mal eine Umfrage gemacht hat oder an einer Umfrage teilgenommen hat, der wird bei dem Gedanken daran erst mal keine Luftsprünge machen. Umfragen machen keinen Spaß. Und genau diesem Problem haben wir uns angenommen. BotReach macht Umfragen wieder interessant, da wir in einem Format arbeiten, welches es erlaubt Menschen in einem Dialog zu befragen. Wir können also auf die Antworten im Verlauf einer Befragung reagieren und machen das Ganze so viel interaktiver. Und das hat einen sehr großen Vorteil. Je besser die Umfrage bei dem Nutzer ankommt, umso eher beendet er auch die Umfrage. In unseren eigenen Messungen konnten wir damit schon 3x mal so viele vollständige Umfrage-Ergebnisse erzielen.

Welche nächsten Schritte plant Ihr? 
Philipp Reinking: Für uns ist das nächste große Thema der Datenschutz. Wir haben mit der jetzigen Version von BotReach ungefähr ein Jahr gelernt, wie man Umfragen interessant macht. Aber wir möchten nun einen Schritt weitergehen. Die DSGVO ist nun seit fast 2 Jahren in Kraft, wir sehen aber immer noch sehr viele Umfragen die nicht den Regeln in der DSGVO folgen. Oft liegt das daran, dass viele kleinere Unternehmen noch nicht wissen, wie sie solche Umfragen richtig umsetzen können. Manche Unternehmen schreckt vielleicht aber auch der Aufwand ab der dahinter steckt. Genau das wollen wir ändern, indem wir nicht nur darüber aufklären, sondern auch das Toolset in BotReach auf das Thema „Data Privacy“ ausrichten. Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass wir uns da auch alle ein Bewusstsein für Privatsphäre im Internet schaffen und hoffe natürlich das demnächst auch jedes Startup mit guten Beispiel voran geht und DSGVO konforme Umfragen macht.

Weitere Informationen zu dem Startup finden Sie unter botreach.co.
Foto: Marvin Ruppert

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