Um gemeinsam gegen das Coronavirus anzukämpfen, wurden verschiedene Projekte zum Thema Datenermittlung ins Leben gerufen. Bei den beiden Projekten vom Robert Koch Institut und von der Healthcare Futurist GmbH geht es darum, personenbezogene Daten zum Verlauf des Coronavirus zu sammeln und somit die Infektionsforschung zu unterstützen. Der Digital Hub Cologne hat bereits 2018 mit Healthcare Futurist im Rahmen eines Hackathons zusammengearbeitet und freut sich daher, die aktuellen Projekte vorzustellen. 

Projekt 1: Faster than Corona

Die Healthcare Futurist GmbH und weitere Mediziner, Digitalisierungsexperten und Datenwissenschaftler haben sich für das Projekt „Faster than Corona“ zusammengefunden, um Daten zu sammeln, mehr über den Virus zu erfahren und Lösungen zu entwickeln. In den Daten wird nach Mustern, die möglicherweise bisher auf unentdeckte medizinische Zusammenhänge hinweisen, gesucht. Die Initiative stellt einen Fragebogen zur Verfügung, wo beispielsweise Fragen zu Gesundheitszustand, Wohlbefinden, Vorerkrankungen, Alter gestellt werden. Um brauchbare Kenntnisse über den Verlauf von Covid-19 zu erlangen, sollte der Fragebogen möglichst regelmäßig ausgefüllt werden um relevante Veränderungen zu erfassen, egal ob derzeit krank oder gesund.  Anschließend werden die persönlichen Daten der Teilnehmer gebündelt, um mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ein Muster zu suchen. Das Ziel ist es, medizinische Zusammenhänge wie: „Verschlimmert Ibuprofen den Krankheitsverlauf? Gibt es Wirkstoffe die gegen Covid-19 schützen?“, zu erforschen und die Ergebnisse anschließend anonym an wissenschaftliche Einrichtungen weiter zugegeben. Außerdem bietet „Faster than Corona“ eine Coronavirus Hotline an, an die man sich wenden kann wenn der Verdacht auf Covid-19 besteht oder ein Rat zu diesem Thema benötigt wird.

Projekt 2: Corona-Datenspende

Das Robert Koch-Institut hat ein ähnliches Vorhaben in Form einer App: Die Corona-Datenspende. Um relevante Daten spenden zu können, wird eine Smartwatch oder ein Fitnessarmband vorausgesetzt. Von dem Institut werden dann personenbezogene Daten wie Geschlecht, Alter, Gewicht, Körpergröße und PLZ und die Daten, die das Fitnessarmband erfasst, erhoben und analysiert. Durch diese Informationen hofft man, medizinische Zusammenhänge zwischen Physiologie und Entwicklung von Krankheitssymptomen wie beispielsweise Fieber zu erforschen und auch hier nach Lösungen gegen das Coronavirus zu suchen. Die Teilnahme an der Datenspende ist freiwillig und liefert keine persönliche Gesundheitsberatung sondern soll die Infektionsforschung im Kampf gegen das Coronavirus unterstützen und im besten Fall beschleunigen.

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